Posts mit dem Label bank werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label bank werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 17. Oktober 2011

Exklusives Interview zum Thema Prozessmanagement Banken

IQPC hat ein exklusives Interview mit Christian Thorsten Anderson von der DWS Investment GmbH zum Thema Prozessmanagement für Banken geführt.

Hören Sie rein oder laden Sie sich das gesamte Interview kostenlos hier herunter: Prozessmanagement.


 

Christian Anderson von der DWS Holding, Lead Master Black Belt, gibt interessante Einblicke in die Methode Lean Six Sigma und erklärt, wie sie erfolgreich im Prozessmanagement umgesetzt werden kann.
(Die Antworten von Herrn Anderson sind nicht im Namen der DWS Investment GmbH, sondern rein privater Natur)

Dienstag, 27. September 2011

Optimieren Sie Ihr Prozessmanagement

Lesen Sie die neusten Artikel, Whitepaper und Präsentationen zum Thema Prozessmanagement.
z.B.:

Höchste Zeit für Change Management
In einer Welt immer schnelleren Wandels ist eine professionelle Umsetzung der Veränderungsprozesse in allen Teilen des Unternehmens unter Einbezug aller Mitarbeiter unumgänglich. Das Management eines Unternehmens weiß in der Regel, und das ist der Idealzustand, wohin das Unternehmen steuern soll und wie das Umfeld aussieht, in dem es agiert.
Debashis Sarkar, Thought Leader and Author of ‘Lean for Service Organizations and Offices’ ‘5S for Service Organizations and Offices’, ‘Lessons in Six Sigma’ and ‘Quality in Business’, and also the driving force behind catalyzing quality improvements in ICICI Bank across its business units, joins Six Sigma IQ to discuss building an Improvement Cultures.
UniCredit leverages 262 compliance as an opportunity for process optimization
UniCredit Group is conducting a worldwide compliance project based on law 262, the Italian equivalent of SOX. The project aims to meet the regulatory requirements for 262 certification thereby minimizing operational risks. This implies demonstrating the adequacy of the company’s administrative and accounting procedures. Moreover, the company must show that effective controls for these procedures are implemented.

Dienstag, 9. August 2011

Monitoring and Management of Liquidity Risk in Security Funds

We would like to offer you a free presentation giving you a great overview on Monitoring and Management of Liquidity Risk in Security Funds. You can download the free 25-page PDF here.


Learn about:

1.Definition and overview
2. Liquidity controlling based on static data
3. Conclusions

Download and enjoy the free 25-page presentation here.

Freitag, 5. August 2011

Europas Banken im Krisenmodus


Die europäischen Kreditinstitute müssen Abschreibungen aus der Schieflage Griechenlands verkraften. Da drohen durch Spanien und Italien die nächsten Belastungen.


Eine spanische Flagge mit Trauerflor: Staatsschulden ohne Ende? Quelle: AP
Eine spanische Flagge mit Trauerflor: Staatsschulden ohne Ende? Quelle: AP

Frankfurt/LondonDie drastischen Kurseinbrüche für Staatsanleihen Italiens und Spaniens dürften die Bilanzen der europäischen Banken erneut belasten. "Die Schuldenkrise wird in den kommenden Monaten das beherrschende Thema für die Banken bleiben", sagte Stefan Best, Bankenexperte bei der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P), dem Handelsblatt. Die meisten Institute hätten nennenswerte Bestände an italienischen und spanischen Wertpapieren, weil diese in der Vergangenheit relativ hoch verzinst wurden und gleichzeitig als sehr liquide gelten.

Dabei sind die Bestände der Kreditinstitute an Staatsanleihen der beiden großen Länder im Süden Europas deutlich höher als die Engagements in Griechenland. Bestände, die zu Marktpreisen bewertet werden, müssen entsprechend nach unten korrigiert werden. Allerdings warnen die Fachleute auch davor, die Lage zu negativ zu sehen, denn Länderratings und Wirtschaftskraft von Spanien und Italien seien weitaus besser als im Falle Griechenlands.

Einzelne Stimmen warnen indes vor einer drastischen Verschärfung der Lage: Ben Funnell vom Londoner Hedge-Fonds GLG schließt zum Beispiel eine neue Bankenkrise in Europa nicht aus. Sollte sich die Schuldenkrise noch einmal zuspitzen und sollten die europäischen Politiker nicht entschlossen handeln, kämen auf die Geldhäuser im Extremfall Abschreibungen von 700 bis 800 Milliarden Euro zu, sagt er. Das wäre ohne neue staatliche Hilfsprogramme und weitere Verstaatlichungen für die Branche kaum zu verkraften.

Schon jetzt Spuren in den Bilanzen

In den in dieser Woche vorgelegten Bilanzen für das zweite Quartal hinterlassen zunächst die Rettungsmaßnahmen für Griechenland ihre Spuren. Bei der zweitgrößten französischen Bank, Société Générale, gefährden sie die Gewinnziele für 2012. Da das Privatkundengeschäft bei den Franzosen nicht gut lief, konnte die Bank die Abschreibungen für ihr Griechenland-Engagement schlechter verdauen als so mancher Rivale. Der Betriebsgewinn sank im zweiten Quartal um fast ein Drittel auf 747 Millionen Euro. Im zweiten Quartal sanken die Einnahmen um 2,6 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Anleger straften das Unternehmen umgehend ab: SocGen-Aktien verloren bis zum Nachmittag gut acht Prozent.

Firmenchef Frederic Oudea verwies in einer Erklärung als Begründung für den vorsichtigeren Ausblick auf ein "ungewisses Marktumfeld". Dennoch bezeichnete Oudea die Entwicklung der Bank als solide. "Ich bleibe zuversichtlich, was das stetige Wachstum unserer Ergebnisse angeht", sagte er.

Für ihre Beteiligung am jüngst ausgehandelten neuen Rettungspaket für Griechenland, an dem sich die Banken beteiligen sollen, musste Société Générale eine Belastung von 395 Millionen Euro vor Steuern verbuchen. Dadurch stiegen die Rückstellungen für Kreditverluste im Vierteljahr um 17,3 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro. Rivale BNP Paribas hat im Quartal etwa eine halbe Milliarde für Griechenland abgeschrieben.
Der Bestand an griechischen Staatspapieren sank von Ende Dezember 2010 bis zur Jahresmitte im Bankbuch von Société Générale um 600 Millionen Euro auf 1,6 Milliarden Euro, bei Italien schmolzen 200 Millionen auf 2,2 Milliarden ab. "Die Ergebnisse sind unter den Erwartungen - auch ohne Griechenland", sagte Analyst Alex Koagne von Natixis der Nachrichtenagentur Reuters.

Kredite an spanische Banken und Unternehmen bereiten Sorge

Die italienische Großbank Unicredit übertraf hingegen gestern mit ihrem Gewinn im zweiten Quartal die Erwartungen des Marktes deutlich - trotz der Belastungen aus der Umschuldung Griechenlands. Das Nettoergebnis lag bei 511 Millionen Euro. Analysten hatten nur 471 Millionen erwartet. Auf ihre Griechenland-Papiere schrieb die Muttergesellschaft der Münchener Hypo-Vereinsbank (HVB) 105 Millionen Euro ab. Die guten Zahlen der Italiener belohnten die Investoren mit einem Anstieg des in den vergangenen Wochen gebeutelten Aktienkurses.

Schuldenkrise: Europas Kreditinstitute blicken in den Abgrund

Für die Banken wird es eng. Viele Anzeichen deuten auf eine neue Finanzkrise hin, die durch die hohe Verschuldung ausgelöst wird.
Schuldenkrise: Europas Kreditinstitute blicken in den Abgrund
Unter den britischen Geldhäusern hat dem neuen Stresstest der europäischen Bankenaufsicht Eba zufolge die Großbank Barclays bei einer Zuspitzung der Euro-Krise am meisten zu befürchten. In der Halbjahresbilanz beziffert Barclays den Wert der Staatsanleihen aus den hochverschuldeten Staaten auf rund 13 Milliarden Euro. Die größten Gefahren drohen den Briten in Italien und Spanien, wo sich die Anleihebestände auf insgesamt etwa 11,5 Milliarden Euro summieren.

Größere Sorgen als die Staatsanleihen bereitet den Analysten aber das Engagement von Barclays im spanischen Bankgeschäft. Allein die Hypothekenkredite summieren sich auf mehr als 18 Milliarden Euro. Hinzu kommen über neun Milliarden Euro an Darlehen, die die Briten an Unternehmen und Privatleute ausgereicht haben.

Aktie stürzt um 20 Prozent ab: Royal Bank of Scotland schockt mit Milliardenverlust

Aktie stürzt um 20 Prozent ab: Royal Bank of Scotland schockt mit MilliardenverlustGroße Tradition schützt nicht vor Missmanagement: Die Royal Bank of Scotland hat im zweiten Quartal einen Milliardenverlust hingelegt - und der fiel auch noch deutlich höher aus als erwartet. Der Aktienkurs stürzt ab.
Den Barclays-Konkurrenten Lloyds und Royal Bank of Scotland (RBS) macht dagegen vor allem ihr Irland-Geschäft zu schaffen. Die Analysten von Credit Suisse erwarten, dass die RBS-Tochter Ulster Bank in diesem Jahr einen Verlust von 1,1 Milliarden Pfund verbuchen wird - das wären 380 Millionen Pfund mehr als im Vorjahr.

Dienstag, 2. August 2011

Prozessmanagement in Banken und Versicherungen

Ein erfolgreich implementiertes Prozessmanagement kann einen Beitrag zur Kostensenkung und zur Komplexitätsreduktion in Banken und Versicherungen leisten. So ist die Six Sigma Philosophie bei Finanzdienstleistern in der Regel etabliert oder zumindest bekannt. Der Schwerpunkt liegt hier inzwischen auf der Lean Methodik. Über einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess und Prozesssteuerung muss hier im etablierten Stadium die anhaltende Performance der Prozesse sichergestellt werden. In den Versicherungsunternehmen ist oftmals ein umfassendes Prozessmanagement bislang nicht umgesetzt. Nur eine Minderheit der Betriebe nutzt die Prozesskostenrechnung für eine verbesserte Kostensteuerung. Hier werden wertvolle Effizienz-Potenziale verschenkt. Zwar setzt der Großteil Prozesslandkarten ein, um Geschäftsprozesse grafisch dazustellen. Eine anspruchsvollere Anwendung, wie etwa das Messen des Prozessoutputs, wird jedoch nur in etwa der Hälfte der Unternehmen umgesetzt. Prozesskennzahlen werden insgesamt nur unzureichend eingesetzt.
  • Lernen Sie aus Praxisberichten, welche Werkzeuge und Methoden sich als kritische Erfolgsfaktoren im Change Management herausgestellt haben, um eine prozessorientierte Kultur im Unternehmen nachhaltig zu erreichen
  • Informieren Sie sich, wie Sie mit Hilfe von Six Sigma Ihre Geschäftsprozesse optimieren und welche Voraussetzungen für ein erfolgreiches integriertes operatives Modell gegeben sein müssen
  • Lernen Sie aus Praxisberichten zum Thema Process Performance Excellence, wie Sie den kontinuierlichen Verbesserungsprozess und die anhaltende Performance der Prozesse gewährleisten
Besuchen Sie die neue IQPC Konferenz zum Thema:


MÖCHTEN SIE MEHR ÜBER DIESES THEMA ERFAHREN?

Prozessmanagement in Banken und Versicherungen

Verpassen Sie nicht die Konferenz zum Prozessmanagement in Banken und Versicherungen vom 07 - 09 November 2011 im Hilton Mainz Hotel



Montag, 27. Juni 2011

Risiko- und wertorientierte Banksteuerung

Risiko- und wertorientierte Banksteuerung

Konferenz vom 5. - 7. September 2011 in Mainz

(PresseBox) Berlin, 28.06.2011, Die beachtliche Neuordnung der Finanzmarktaufsicht, insbesondere Basel III, CRD 4 und die Novelle der MaRisk werden direkte Auswirkungen auf die Banksteuerung haben - vor allem bei Risikomodellen und der Generierung von Kennzahlen. Vom 5. - 7. September 2011 in Mainz treffen sich Experten aus der Branche, um die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der Banksteuerung zu diskutieren.

Konferenzteilnehmer können sich mit Experten über folgende Themen austauschen:

• Implementierung eines Gesamtbankplanungssystems, um die Bereiche Risikomanagement, Rechnungswesen, Meldewesen und Controlling zu vereinen
• die Komplexität der Banksteuerung vor dem regulatorischen Hintergrund von Basel III und MaRisk
• wie Szenarien definiert und Ergebnisgrößen quantifiziert werden, um Stresstests als Risikocontrolling-Instrument effektiv zu nutzen
• welche Faktoren Einfluss auf die Leverage Ratio haben und wie die Wechselwirkung mit den risikobasierten Anforderungen an das Eigenkapital zu sehen ist
• wie Geschäfts- und Risikostrategie zu verknüpfen sind, um zu einer risiko- und wertorientierten Banksteuerung zu gelangen

Um ihre Kenntnisse zu vertiefern, können Konferenzbesucher zusätzlich von den folgenden interaktiven Workshops wählen:

• Stresstestszenarien in der Banksteuerung
• Kreditportfoliomanagement (CPM) im Rahmen einer risiko- und wertorientierten Banksteuerung
• Aufbau eines integrierten Steuerungssystems
• Neue Anforderungen nach Basel III

Weitere Informationen, Artikel und das ausführliche Konferenzprogramm finden Sie auf www.banksteuerung-konferenz.de/PR

Donnerstag, 9. Juni 2011

Kernbanksysteme in Deutschland: Lokale Anbieter bevorzugt

Der weltweite Markt für Kernbanklösungen bleibt fragmentiert. Dies schreibt das IT-Beratungshaus Ovum Consulting in seinem „Solution Guide to International Retail Banking Core Systems“. Insgesamt geht die Zahl der Systemanbieter in die Hunderte. In einigen Märkten – in Deutschland, aber auch in Russland und den USA – werden auch weiterhin die lokalen Anbieter von Kernbanklösungen stark vertreten sein. Den Ausschlag gegen die größere technologische Stärke der internationalen Softwarehäuser und für die Experten vor Ort geben oft deren Kenntnisse, was die spezifischen Produktanforderungen und regulatorischen Vorgaben des jeweiligen Marktes angeht.
Im vergangenen Jahrzehnt haben aber die internationalen Systemhäuser gegenüber der Konkurrenz vor Ort aufgeholt. Dank des mittlerweile modularen Aufbaus ihrer Kernbanklösungen seien die Zeiten vorbei, in denen die führenden Anbieter umfangreiche Anpassungen ihrer Tools vornehmen mussten, um lokalen Anforderungen zu genügen, heißt es im „Solution Guide“. Zwar sollten Banken bei der Wahl des Systems unter anderem den Umfang der Unterstützung bedenken, den ihnen ein einheimischer Anbieter zukommen lassen kann. Dennoch dürften Finanzinstitute dem nicht die Vorteile einer starken IT-Architektur und die Anpassungsfähigkeit des Kernbanksystems opfern.

Kernbanksystem nicht isoliert betrachten
Außerdem sollten Banken vermeiden, den Wechsel der Kernbankensoftware isoliert zu betrachten und die Integrationsanforderungen an periphere Systeme, zum Beispiel für Marketing und Vertrieb, sowie die daraus resultierenden Betriebskosten zu ignorieren. Ovum empfiehlt Banken daher, ein Ziel für ihr IT-Herzstück zu definieren. Der modulare Aufbau vieler Lösungen ermögliche es den Finanzdienstleistern, nicht alle Teile ihres Core-Banking-Systems zwangsläufig auf einen Schlag ersetzen zu müssen, sondern die Migration bei Bedarf schrittweise vorzunehmen. Generell sollten die Geldhäuser darauf achten, inwieweit der Anbieter und seine Lösung mögliche künftige Anforderungen erfüllen können, die aus Erweiterungen des Banking-Portfolios resultieren.

Tip: Lernen Sie mehr über Core Banking. Laden Sie hier kostenlose Artikel und Whitepaper herunter: Kernbank IT
Das System sollte Banken überdies dabei helfen, ihre Innovationsstärke und die Time-to-Market-Spanne bei der Einführung von Produkten zu verbessern, so Ovum. Produktneu- bzw. -weiterentwicklungen würden bei den neueren Kernbanklösungen über Veränderungen der Parameter abgebildet und zögen, eher keine eigenen Entwicklungen aufseiten der IT mehr nach sich. Zu guter Letzt gilt es zu prüfen, wie stark das Core-Banking-System die Bankprozesse unterstützt. Auch hierbei zählt beispielsweise die Fähigkeit der Software, mit externen Systemen zu interagieren.

Untersuchung von Anbietern und ihren Lösungen
Mit Hilfe einer Befragung hat Ovum sieben Anbieter von Kernbanklösungen für den internationalen Retail-Banking-Markt auf die drei Hauptkriterien

  • Einfluss auf den globalen Core-Systems-Markt,
  • Funktionalität des Kernbanksystems,
  • Technologie
sowie einige nachgelagerter Kriterien untersucht und in drei Kategorien eingeordnet. In der „Shortlist“ finden sich führende Lösungen, deren Anbieter in den Augen des Consulters unter anderem eine dominierende Marktstellung einnehmen. Mit einer guten Position im Markt und breiten Funktionalität bzw. weitgehendem technologischen Leistungsvermögen sind Tools in der Kategorie „Consider“ ausgestattet. In die Liste „Explore“ wurden Anbieter aufgenommen, die nach Ansicht des Beratungshauses starkes Potenzial aufweisen, aber in den drei Kriterien noch nicht die volle Reife erreicht haben.


Anbieter von Kernbanklösungen für den Internationalen Retail-Banking-Markt:
Kategorisiert nach Markteinfluss, Funktionalität und technologischem Leistungsvermögen



Kategorie "Shortlist" Kategorie "Consider"Kategorie "Explore"
Infosys (Finacle Universal Banking Solution)FIS (Profile)Fiserv (Signature (International))
SAP (Transactional Banking)TCS (BaNCS)Misys (BankFusion Universal Banking)
Temenos (T24)
Quelle: Solution Guide to International Retail Banking Core Systems, 2011, Ovum Consulting, in Klammer: Name des Kernbanksystems (Hauptangebot)

Mehr zum Thema Kernbanksysteme, können Sie hier einsehen: Core Banking - Kernbanksystem IT.
Source: Bankmagazin



MÖCHTEN SIE MEHR ÜBER DIESES THEMA ERFAHREN?

Core Banking - Management der Kernbank IT
Verpassen Sie nicht das Core Banking - Management der Kernbank IT
vom 06-08 September 2011 im Maritim Hotel Rhein-Main, Darmstadt


Dienstag, 31. Mai 2011

Reduziert Outsourcing bei Banken die IT-Sicherheit?

von Artur P. Schmidt

- Sicherheitslücken aller Orten
Die unmittelbare Verantwortung für den sicheren Einsatz der EDV, für den früher in erster Linie sogenannte Service-Rechenzentren (vor allem im Genossenschaftsbereich) zuständig waren, wurde in den 90 er Jahren zunehmend in die Primärbanken hinein verlagert. Die Anpassung der EDV-Landschaften in den Banken an neue Technologien war notwendig, um den Anforderungen eines sich rasant entwickelnden Marktes der Informationstechnologie nachzukommen und somit langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Durch Fusionen, Kostensenkungsdruck und Fokussierung auf Kernkompetenzen kehrt sich dieser Verlagerungstrend jedoch teilweise wieder um und es werden immer mehr Sicherheitsdienstleistungen outgesourct. Der Trend zum Outsourcing führt in Kombination mit der exponentielle Zunahme der Angriffe von Cyberkriminellen allerdings auch zu immer mehr Sicherheitslücken in den Netzwerken der Banken. Durch den Einsatz neuer IT-Technologien, insbesondere durch den zunehmenden Einsatz von Personalcomputern und deren Vernetzung, haben sich für die Banken neue Aufgaben ergeben wie z.B. das Home-Banking, der Webauftritt der Bank, der Zugang zum Internet für die Mitarbeiter oder der E-Mail-Verkehr über das Internet. Gleichzeitig sind die Risiken durch externe Hackerangriffe mit Trojanischen Pferden, den allzu sorglosen Umgang von Bankangestellten mit ihren persönlichen Kennwörtern oder die bewusste Datenmanipulation durch Angestellte eines ausgegliederten Rechenzentrums erheblich gestiegen.

- Frühwarnsysteme verbessern
Tip: Kostenlose Artikel und Präsentationen zum Thema Banken Kernbank IT und Sicherheit - klicken Sie hier
Es gilt im Rahmen der IT-Sicherheit der Unversehrtheit der Daten, der Vertraulichkeit der Daten, der Verfügbarkeit der Daten, der Authentizität der beteiligten Datentransferpartner und der Verbindlichkeit des Datenaustausches höchste Priorität einzuräumen. Wenn immer mehr "Netzwerke und Großrechner von Externen betreut werden, müssen mögliche Risiken frühzeitig erkannt und Sicherheitsstandards schneller als heute den Bedrohungspotentialen angepasst werden. Immer mehr Banken sourcen heute ihre IT-Abteilungen in Tochterfirmen aus, die zu allem Überfluss auch noch unter erheblichem Kostendruck stehen. Leider hat die
IT-Sicherheit im Führungs-Cockpit des Top-Managements keine Anzeigeinstrumente, weshalb die Risiken von Bank-Managern erst viel zu spät erkannt werden. So konnte vor kurzem eine große Retail-Bank wegen eines Systemausfalls für mehr als drei Stunden auf kein einziges Kundenkonto zugreifen. Zieht sich eine Lösung mehrere Tage hin, kann dies zu einem hohen Schaden bei den Kunden führen, die dann auch sehr schnell grössere Schadensersatzforderungen geltend machen können.

- Der Kostensenkungsdruck nimmt zu
Eine branchenunabhängige Umfrage der Meta-Group hat ergeben, dass in über 60% der Fälle das Outsourcing zu Einsparungen von über 10% der IT-Kosten führt. Neben den Kostenaspekten spielen jedoch vor allem Sicherheitsaspekte und die Verfügbarkeit der IT-Systeme eine besondere Rolle. Viele kleinere Banken stossen, vor allem durch die immer kürzer werdenden Innovationszkylen, an ihre finanziellen Grenzen, so dass diese an der Nutzung von professionell ausgerüsteten Housing- oder Hosting-Anbietern nicht vorbeikommen. Allerdings werden diese Massnahmen erst dann ergriffen, wenn ein Schadensereignis diese Notwendigkeit offenbart. Die EBK macht den Finanzinstituten mittlerweile nicht ohne Grund die Auflage, dass diese einen Business Continuity Plan erstellen, welcher zusammen mit den Schutzmassnahmen im Bereich der IT durch externe Controller periodisch zu beurteilen ist. Mittlerweile sind einige Banken dazu übergegangen für kleinere Banken Insourcing anzubieten, wie der renommierte schweizerische IT-Experte Walter Altherr betont: „Es gibt einige Banken, welche sich als Insourcer von IT-Dienstleistungen - oder als sogenannte Transaktionsbanken - im Markt positionieren. Es sind dies heute vor allem die Grossbanken, wie die UBS mit ihrer „Bank for Banks“-Dienstleistung, Märki Baumann & Co, Bank Wegelin, State Street und in etwas weiterer Zukunft wohl dann auch einmal die Bank Vontobel..“

Lesen Sie mehr zu:
  • - Verantwortung kann nicht delegiert werden
  • - Risiko lässt nicht nicht outsourcen
  • - Ein billiger Anbieter kann die teuerste Lösung sein
  • - IT-Risikomanagement ist eine Kernaufgabe
  • - Outsourcing richtig begreifen
  • - Fazit: Auf hohe Verfügbarkeit achten

Laden Sie hier den kompletten Artikel kostenlos herunter: Core Banking - Management der Kernbank IT

(c) Dr.-Ing. Artur P. Schmidt ist Publizist und Herausgeber des Wissensnavigators: http://www.wissensnavigator.com

Donnerstag, 26. Mai 2011

Core Banking - Management der Kernbank IT

 
Berlin, 26.05.2011, Banken müssen ihre IT konsolidieren. Durch die Standardisierung der IT Infrastruktur und der Anwendungen können Banken allein in der IT rund 30 bis 35 Prozent der Kosten sparen, die Qualität steigern und den Kundenservice verbessern. Auf der Konferenz Core Banking - Management der Kernbank IT vom 6. - 8. September 2011, in Darmstadt, kommen Fachexperten zusammen, um sich zu den wichtigsten Themen der Branche auszutauschen.

Hauptthemen des ersten Konferenztages am 7. September sind die regulatorischen Anforderungen und ihre Implikationen für die IT-Komplexität sowie Strategien im Core Banking. Am 8. September stehen Kostenrelevanz in der Bank-IT, Enterprise Architecture Management (ERM) im Rahmen von IT-Komplexitätsmanagement und IT-Business-Alignment: Voraussetzung und Grundlage eines effizienten Kernbank-Systems im Mittelpunkt.

Sicherheitsanforderungen an die heutige Kernbank IT, um neuen Technologien, u.a. mobile banking und online banking, zu begegnen und das Outsourcing wesentlicher Prozesse werden ebenfalls diskutiert, sowie die Evaluierung neuer Kernbanklösungen im Rahmen der Geschäftsprozesse.

Teilnehmer erhalten Praxisberichte über den Wechsel hin zu einem neuen Kernbanksystem, um den Auswahl- und Entscheidungsprozess zu optimieren und Erfahrungen aus erster Hand zur Evaluierung neuer Kernbanklösungen.

Weitere Informationen und das ausführliche Konferenzprogramm finden Sie auf
www.core-banking-it.de


Mittwoch, 25. Mai 2011

Informationssicherheit – sind die Banken noch sicher genug?

Eine Vorstellung von ABISec als Beispiel eines Informationssicherheitssystems für Finanzinstitute:


Informationssicherheit in der Situationsanalyse Studien und Marktumfragen
  • Studien und Marktumfragen zeigen, dass das Thema Information Security in vielen Finanzinstituten noch immer wenig systematisch und vor allem nicht wirklich unternehmensübergreifend positioniert ist.
  • Im Lichte der laufend zunehmenden Komplexität der Anforderungen greifen die heute angewendeten Information Security Ansätze zu kurz.





Was ist ABISec?
ABISec (Active Banking Information Security) ist ein modular aufgebauter Beratungsansatz, welcher folgende Elemente beinhaltet
  • Unternehmensübergreifendes und -durchgängiges Assessment von Umfang, Qualität und Robustheit der Informationssicherheit eines Instituts
  • Analyse von Schwachstellen/Handlungsfeldern
  • Erarbeitung Optimierungsmassnahmen
  • Umsetzungskonzeption
  • Umsetzungsbegleitung 



Interessieren Sie sich für dieses Thema? Sie können auf folgenden Seiten kostenlose Artikel, Präsentationen und Whitepapers herunterladen:

Montag, 23. Mai 2011

Toward Understanding Enterprise Architecture Management’s Role in Strategic Change: Antecedents, Processes, Outcomes


Toward Understanding Enterprise Architecture
Management’s Role in Strategic Change: Antecedents, Processes, Outcomes
Frank Radeke | EBS Business School | Institute of Research on Information Systems
Söhnleinstraße 8D, 65201 Wiesbaden, Germany | frank.radeke@ebs.edu


ABSTRACT
As organizations face accelerated economic dynamics, it is increasingly important to improve the capability of reacting agile to changes in the marketplace. This requires implementing and adapting internal structures in a timely manner and ensuring business-IT coordination throughout the process. Enterprise architecture management (EAM) is frequently proposed as a mean to arrive at organizational forms that allow for timely reconfiguration and to guide strategy-aligned change. This explorative study seeks to contribute to an overall understanding of EAM’s application in strategic change processes. It is based on an in-depth content analysis of existing research in the field. Specifically, it identifies common EAM practices that have been suggested for application throughout the planning and implementation of strategic change. Furthermore, it reveals antecedents and outcomes of this application. The article discusses these findings in detail and summarizes the results in a preliminary process model of applying EAM for agile strategic change. 

Keywords
Enterprise architecture, enterprise architecture management, strategic change, strategic agility, process theory

1. INTRODUCTION
“The discontinuous market and business environments where many private and public sector organizations now operate are changing rapidly, and in different ways” [6:155]. These increased dynamics are caused by accelerated competition, technology evolution, shorter product life-cycles, and customer needs individualization [6,64]. As a consequence strategy has become a moving target. This requires rethinking traditional strategy planning and implementation techniques in order to strengthen an organization’s competency of responding to such strategic changes in an agile manner [65,78]. This comprises: Achieving and maintaining flexible organizational forms: Instead of designing organizational structures that will be fixed for several years while the strategy is executed, these dynamics require “creating, re-creating, and sustaining organizational forms that will enable a process of strategic response” [64:148]. Prahalad and Krishnan add that a “[…] manager’s ability to respond rapidly to those challenges [of organizational dynamics] is predicated
upon having a sophisticated and facile organizational and technical infrastructure, and a degree of information technology flexibility that traditional approaches cannot provide” [56:24,emphasis added].


Effective adaptation of internal structures to a strategic positioning: Organizations need to increase their effectiveness in rearranging internal structures and processes so as to achieve a close match with the ever-changing strategic positioning of the organization in the marketplace [25,67]. Past strategic information technology (IT) planning techniques that merely focused on evaluating the contribution of IT initiatives in organizations in terms of their efficiency such as service availability and cost factors have been found rather inappropriate to provide such a strategic agility. Nowadays, it is considered more appropriate to judge the strategic value provided by the investments, in order attain an IT infrastructure aligned with the changing  strategic needs of the business and competitive industry [50]. The continuous coordination of the business and IT domain: Previous research has emphasized that a lack of coordination among the business and the IT domains may hinder the effective implementation of strategic change. Successful implementation requires managers from both domains to cooperate during the entire planning and implementation cycle [25,64,65]. 

Tip: Core Banking - Management der Kernbank IT
IT’s increased strategic relevance and its role as digital options generator and enabler of digital business strategies make this need even more critical [25,63]. Recent surveys show that the timely implementation of strategic change in terms of business agility and time to market as well as close coordination between the business and IT domains in the process are ongoing key concerns of IT managers [41,67]. Facing these challenges requires a holistic planning and steering approach that considers the entire organization and enables close and ongoing business-IT coordination. Enterprise architecture management (EAM) has been suggested as such an approach. Matthee et al. note: “Changes and transformation on all levels of the organisation are becoming imperative because of the growing uncertainty in the global business environment. EA is therefore growing in importance since it is seen as a tool to manage these changes” [45:15]. EAM is put forward as strategic change tool for several reasons; these include:

Guiding purposeful organizational evolution: Enterprise architectures (EAs) are used to describe the current state of an organization in terms of a as-is architecture and the intended strategic state, in terms of a target architecture. It is proposed that an EAM core concept is to guide the focused evolution toward the target state by providing systematic support for organizational changes [2,10], directing organizational transformation [3,5], and offering directions for the deployment and integration of future technological and managerial developments [20,74]. Enabling flexible organizational forms: EAM is proposed as a way to manage organizational complexity and to foster agile organizational forms that allow for more flexibly addressing  strategic change than it would be possible with rigid organizational structures [34,58,60].

Ensuring continuous alignment between the business and the IT domain: EAM is also put forward as mean for fostering business IT coordination and for synchronizing the strategic development paths of business and IT structures [23,33,36,60]. Ross motivates: “The objective is to get to the point where IT capabilities shape business strategy while business strategy shapes IT capabilities in response to changing market conditions and organizational realities. To do this the firm must develop an IT architecture competency to dynamically adjust strategies and technologies” [60:33].

These discussions suggest that EAM can provide the means to support improved handling of strategic change. However, this role of EAM is largely uninvestigated in past EAM research. It has not yet offered a holistic understanding of how EAM can be employed in the process of managing strategic change and how this in turn
helps to address the above-mentioned challenges. Instead, EAM research is considered fragmented as well as dominated by a multiplicity of prescriptive artifacts, such as EAM frameworks, methodologies, and tools [36,52]. Although EAM literature highlights potential benefits associated with EAM’s strategic application, such as strategic agility, improved strategic goal attainment, or alignment of business and IT objectives [33,62], this relationship has been rarely explained. Moreover, it is necessary to examine contextual factors that may influence such relationships [7,33,35,57]. Aier et al. (2008) as well as Bucher et al. (2006) emphasize that no overall understanding of EAM applications such as its employment in strategic governance processes has emerged. Moreover, situational factors’ impact on these applications is unclear. Asfaw et al. (2009) argue that fundamental questions remain on how organizations use EAM concepts to manage strategic change and transformation in organizations. They further add that there is limited understanding of the enablers and challenges of using EAM for this purpose. This explorative study seeks to help closing this gap. By taking a process theory perspective [44,49,73], it aims to gain a deeper understanding of how EAM can be employed in the process of managing strategic change. It further inquires about how such application contributes to the strategic change process’s outcomes and seeks to identify antecedents to the EAM application. In short, this article addresses the following overall research question: How can enterprise architecture management support organizations in the management of strategic change?

Section 2 lays the foundation for the remainder of this paper by clarifying basic terms. The article then describes the employed research design. This paper’s result section first discusses the identified EAM practices related to the strategic change process. It further illustrates the contribution of these practices to the process outcomes and outlines identified antecedents to effective application. Finally, the article summarizes the results in a preliminary process model and discusses future research avenues.


Download the full 11-page report for free:

Enterprise architecture management (EAM) is frequently proposed as a mean to arrive at organizational forms that allow for timely reconfiguration and to guide strategy-aligned change. This explorative study seeks to contribute to an overall understanding of EAM’s application in strategic change processes. Download now.

Freitag, 20. Mai 2011

Buchtipp: „Bankrisikomanagement“ von Dr Oliver Everling

Obwohl Risikopolitik in Kreditinstituten zu den wichtigsten Herausforderungen der Bankunternehmensführung gehört, ist das Buch mit dem Titel „Bankrisikomanagement“ erstaunlicherweise das erste deutschsprachige Buch über dieses Thema aktuell.Während zu denMaRisk(„Mindestanforderungen an das Risikomanagement“von BaFin)verschiedene, eher auf die Rechtsauslegung zielende Titel veröffentlicht wurden, geht es bei diesem Buch um die Gesamtheit aller Maßnahmen einer Bank, die darauf gerichtet sind, etwaige Gefahren einer Erfolgsminderung zu identifizieren, den Eintritt von Risiken zu verhindern oder die Auswirkungen evidenter Risiken abzuschwächen.

Aufgrund der besonderen branchenspezifischenRisiken müssen Banken eine ausgeprägte Sicherheits- bzw. Risikopolitikbetreiben, indem sie ursachen- und wirkungsbezogene Maßnahmen ihres risikopolitischenInstrumentariums kombinieren. Während erstere auf einer Erhöhung der Risikotransparenzund eine Minderung der Eintrittswahrscheinlichkeit. Zu den volkswirtschaftlichen Hauptfunktionen der Banken gehört die Transformationvon Risiken, Fristen und Losgrößen. Nicht nur in ihrer Funktion der Transformationvon Bonitäts- und sonstigen Risiken, sondern auch in ihren Funktionen der Fristen und Losgrößentransformationen sind Kreditinstitute gefordert, über Mindeststandards hinaus ein aktives Risikomanagement zu betreiben, um im Wettbewerb mit anderen Banken, aber zunehmend auch mit Nichtbanken, ihre Existenz zu sichern.

Im Rating von Banken müssen alle gewichtigen, beurteilungsrelevanten Faktoren erfasstund gegeneinander abgewogen werden, um ein Urteil über die wirtschaftlicheFähigkeit, rechtliche Bindung und Willigkeit eines Kreditinstituts zu bilden, seinenzwingend fälligen Zahlungsverpflichtungen stets vollständig und rechtzeitig nachzukommen. Um die Ausfallgefährdung eines Kreditinstituts zu beurteilen, muss— außer die Einhaltung der von der Bankenaufsicht gesetzten Mindestanforderungen andas Risikomanagement zu überprüfen—vielmehrdie Qualität der Ansprüche vonBankengläubigern vor dem Hintergrund der Einbindung in Institutsgruppen wie auchgesamtwirtschaftlicher Entwicklungen gesehen werden.

Das Buch versucht, die ganzheitliche Betrachtungsweise von Risiken im Bankmanagement
zu unterstreichen und die Perspektiven der unterschiedlichen „stakeholder“aufzuzeigen.Für die meisten Banken kann es kein sinnvolles Ziel sein, die Bestnoteim Rating, das AAA, anzustreben bzw. dauerhaft zu halten. Mit jeder unternehmerischenTätigkeit gehen Risiken einher, sodass auch für Banken eher ein Zielkorridor alsein Punktziel erstrebenswert erscheint. In diesem Buch werden verschiedene Aspekteauf dem Weg zu einem guten Rating für Kreditinstitute aufgezeigt.

Der Herausgeber des Buchs, Herr Dr.Oliver Everling, Diplom-Kaufmann, ist Geschäftsinhaber der Everling Advisory Services und Geschäftsführer der RATING EVIDENCE GmbH in Frankfurt am Main. Die Dienste umfassen Beratungsleistungen, Publikationen und Veranstaltungen zu Ratingfragen. Unternehmensmission ist es, den Nutzen von Ratings zu erschließen: "Mit Ratings gut beraten."

Kaufen Sie das Buch auf Amazon: 
Bankrisikomanagement: Mindestanforderungen, Instrumente und Strategien für Banken
Lesen Sie auch den Blog: www.everling.de

Montag, 16. Mai 2011

“Range of Practice“ zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit bei deutschen Kreditinstituten

Einführung / Stichprobenauswahl

Im Auftrag der BaFin führte die Deutsche Bundesbank Mitte 2009 zunächst eine Umfrage bei 50 Instituten durch. Ziel der Umfrage war es – neben der aufsichtlichen Beurteilung der Risikotragfähigkeit im Einzelfall –, einen aktuellen Überblick über die im Einsatz befindlichen Risikotragfähigkeitskonzepte zu erlangen. Aufgrund der den Instituten im Rahmen der Säule 2 eingeräumten Methodenfreiheit zeigte sich ein breites Spektrum im Einsatz befindlicher Risikomessverfahren und Methoden zur Ableitung des Risikodeckungspotenzials. Zur Verbesserung der aufsichtlichen Datenbasis und um statistisch valide Aussagen treffen zu können, wurde die Umfrage in einem zweiten Schritt um 100 Institute erweitert. Diese „zweite Welle“ der Untersuchung startete Ende des Jahres 2009 und wurde im Frühjahr 2010 beendet. 
Tip: kostenlose Whitepaper, Artikel und Präsentationen zum Thema Risiko- und Banksteuerung, hier klicken.
Im Rahmen der beiden durchgeführten Umfragen zur Risikotragfähigkeit wurden zahlreiche Detailinformationen zum jeweiligen Risikotragfähigkeitskonzept erhoben1, die im Folgenden einer eingehenden Analyse unterzogen werden. Die gewählte Stichprobe ist hinsichtlich der Auswahl nach Bankengruppen weitgehend repräsentativ. Dies gilt jedoch nicht hinsichtlich der Kriterien Systemrelevanz und Qualität des Instituts, da zu einem großen Teil Banken mit einer Risikoklassifizierung im unteren Bereich (C und D) betrachtet wurden. Gleichwohl bietet die Stichprobe einen guten Überblick über die Bandbreite der in der Praxis eingesetzten Verfahren. Nachfolgend wurde für die einbezogenen Institute eine Risikomatrix erstellt, welche die Auswahl verdeutlichen soll.


Die folgende Grafik soll verdeutlichen, dass die Umfrage alle Bankengruppen umfasst, wobei Kreditbanken und Spezialinstitute über- und Genossenschaftsbanken unterrepräsentiert sind.

Die folgende Analyse der einzelnen Teilbereiche von Risikotragfähigkeitskonzepten ist eine reine Darstellung der beobachteten Institutspraxis. Dem Charakter eines „Range of Practice“-Papiers entsprechend wird keine aufsichtliche Bewertung vorgenommen. Aufgrund der Stichprobenauswahl handelt es sich insbesondere nicht um eine Darstellung der „Best-Practice“. Vielmehr muss aufgrund der überdurchschnittlich vielen Institute in der Umfrage mit einer Klassifizierung von C oder D eher von einer gewissen Verzerrung ins Negative ausgegangen werden.

Die Darstellung einzelner Aspekte oder ganzer Konzepte im Rahmen dieses Range of Practice-Papiers bietet in keiner Weise eine Garantie für deren aufsichtliche Akzeptanz im Rahmen des aufsichtlichen Überprüfungsprozesses der Säule 2 (MaRisk). Dies gilt insbesondere für die Messung von Adressenausfallrisiken nur in Form des Expected Loss (oder durchschnittliche EWB-Bildung), für die Bestimmung von Diversifikationseffekten auf Basis von Benchmarkstudien und den Einsatz von Kreditportfoliomodellen ohne eine institutsindividuelle Parametrisierung.
Das Range of Practice-Papier hat vielmehr den Zweck, das Spektrum beobachtbarer Konzepte darzustellen und die Institute zu einer kritischen Reflexion ihrer eigenen Konzepte vor dem Hintergrund der am Markt beobachtbaren anzuregen.
Lesen Sie mehr:
  • I Steuerungsverfahren
  • II Risikodeckungspotenzial
  • III Einbezogene Risiken
  • IV Verwendete Risikomaße
  • V Diversifikation
  • VI Ausgestaltung von Stresstests

Laden Sie sich den 30-seitgen Artikel kostenlos hier herunter: Risiko- und wertorientierte Banksteuerung