Posts mit dem Label Bank of Japan werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bank of Japan werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 26. April 2011

USA verbaseln BASEL III

Seit Januar 2007 gelten die im Rahmen von Basel II vereinbarten Vorgaben zur Eigenkapitalausstattung für Banken in Europa. Bereits an Basel II haben die USA anhang der Gestaltung der Rahmenbedingungen aktiv mitgewirkt, allerdings umgesetzt wurden diese dort nie. Dasselbe droht jetzt auch Basel III.

Es konnte gar nicht schnell genug gehen, die Eigenkapitalvorschriften für Banken rund um den Globus zu verschärfen, hatte doch die Krise gezeigt, dass die Höhe des Eigenkapitals durchaus eine Auswirkung auf die Stabilität einer Bank innerhalb der Krise hatte. Und so wurde aus Basel II die Nummer III, welche zwischen 2013 und 2018 durch nationale Verordnungen umgesetzt werden sollte.

Die Finanz- und Bankenkrise ist – so mahnt auch jüngst der IWF – längst nicht überstanden, für viele Protagonisten ist jedoch schon ein Menge Gras über Subprimes und faule Kredite gewachsen. Aktuell gute wirtschaftliche Prognosen helfen das Böse der Vergangenheit zu vergessen und zu verdrängen. Und so mehren sich die Widerstände im US-Kongress Basel III im eigene Land umzusetzen, zumal die dort mit Mehrheit vertretenden Republikaner eh gegen eine schärferer Regulierung sind. Weiterer Hemmschuh bei der Umsetzung von Basel III in den USA, liegt in der Umsetzung des Dodd-Frank-Gesetzes, welches den Banken über 200 Regeln zur Umsetzung vorschreibt. Einige dieser Regel sind jedoch genau Gegenteilig zu den Regeln von Basel III anzuwenden.

Wenn es sich bewahrheitet, was viele Experten befürchten, dann waren die USA gerne Initiator und Exporteuer der Subprime-Krise in die ganze Welt. Waren auch gerne Gast in Basel, um der Restwelt Ihre Ansichten zur Regulierung von Banken in die Bücher zu schreiben. Aber wenn globale Ideen ernst werden, wird in den USA gerne gekniffen.

(c) Bankingclub


MÖCHTEN SIE MEHR ÜBER DIESES THEMA ERFAHREN?

BASEL III ist unter anderen Thema auf der Konferenz:
Risiko- und wertorientierte Banksteuerung 
vom 05 - 07 September 2011 im Hilton in Mainz

Montag, 21. März 2011

Japanischer YEN Markt im Zuge der Krise

Bankingclub hat einen interessanten Kommentar als Market Snapshot zum Thema Japan und YEN veröffentlicht. Hier ist ein Auszug davon:

Der japanische Finanzminister hat immer gesagt, er könne jederzeit die Bank of Japan dazu verpflichten, in den Devisenmärkten zur Schwächung der Landeswährung zu intervenieren. Nach dem rasanten Anstieg des Yen in der vorvergangenen Nacht hieß es, die G7 Notenbankchefs und Finanzminister würden sich bald über die Lage in Japan und an den Finanzmärkten nach der Katastrophe vom 11. März ins Benehmen setzen. Yen-Reaktion? Keine. Dann hieß es, bereits in der kommenden (also von jetzt aus gesehen, in der vergangenen) Nacht würden sich die G7-Vertreter zu einer Telefonkonferenz einfinden. Yen-Reaktion? Keine. Vorherrschende Meinung unter den Devisenhändlern: Japan wird sich von seinen Länderkollegen das OK einholen, zur Schwächung des Yen in den Devisenmärkten zu intervenieren, ohne danach als Währungskriegtreiber gebrandmarkt zu werden. Yen-Reaktion? Keine. Dann begann die Telefonkonferenz. Verschiedene Maßnahmen wurden erörtert. Schließlich meinte Yoshihiko Noda, Finanzminister in Japan: „Wir machen das mit dem Fähnchen.“ [...]

Der vermeintlich „korrekte“ Kurs für USD-JPY liegt bei 95, jedenfalls dann, wenn man der Volkswirte liebstes Spielzeug, die Kaufkraftparitätentheorie zugrunde legt. Es ist wohl eher unwahrscheinlich (sprich: ausgeschlossen), dass die G7-Fähnchenschwenker den Wechselkurs in diese luftigen Höhen treiben wollen. Eher ist zu vermuten, dass sich bereits dann ein Zufriedenheitsgefühl einstellt, wenn sich der Kurs oberhalb der Marke von 80 stabilisieren kann. Zwischenzeugnis: Ziel erreicht. USD-JPY sprang um über 3% auf Kurse um 81,50. Unmittelbar vor dem Erdbeben waren Kurse zwischen 82 und 83 die Norm. Angeblich wurde auf der „Fähnchenkonferenz von Telecom“ beschlossen, dass die Notenbanken aller beteiligten Staaten / Regionen (EWU, USA, UK und Kanada) zum (Aktien)-Handelsbeginn in ihren jeweiligen Märkten Yen in den Markt geben sollen.

Weiteres zum Artikel gibt es hier: http://www.bankingclub.de/news/YenReaktion/