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Mittwoch, 14. März 2012

Testmanagement im Umfeld von Unternehmenszusammenschlüssen

“Aus zwei mach eins“ oder auch „Aus eins mach zwei”. Es sind solche in den Unternehmenszentralen formulierten Arbeitsaufträge, die für die betroffenen IT-angesichts explodierender Abteilungen einen Abschied vom Regelbetrieb bedeuten. Mit dem kompletten Umbau einer bestehenden IT-Landschaft wird die IT-Abteilung zunächst einmal die Basis dafür legen müssen, dass ein solcher Zusammenschluss einzelner Firmen oder die Aufspaltung eines Unternehmens gelingt.
Ein durchaus risikoreiches und aufwendiges Unterfangen. Gleichzeitig kann aus der Zusammenlegung zweier IT-Systeme ein bedeutender Nutzen resultieren. Etwa 20 bis 30% der durch einen Unternehmens-zusammenschluss resultierenden Synergieeffekte entfallen auf IT, schätzt die Unternehmensberatung Boston Consulting Group.(Von Dirk Rohlfing, Fachautor www.smart-energy-platform.com)

Lesen Sie den ganzen Artikel auf http://bit.ly/testmanagement-qs (Downloadcenter)

IQPC veranstaltet vom 25.-27. Juni in Wiesbaden die Konferenz Testmanagement und Qualitaetssicherung in Banken.



Montag, 17. Oktober 2011

Exklusives Interview zum Thema Prozessmanagement Banken

IQPC hat ein exklusives Interview mit Christian Thorsten Anderson von der DWS Investment GmbH zum Thema Prozessmanagement für Banken geführt.

Hören Sie rein oder laden Sie sich das gesamte Interview kostenlos hier herunter: Prozessmanagement.


 

Christian Anderson von der DWS Holding, Lead Master Black Belt, gibt interessante Einblicke in die Methode Lean Six Sigma und erklärt, wie sie erfolgreich im Prozessmanagement umgesetzt werden kann.
(Die Antworten von Herrn Anderson sind nicht im Namen der DWS Investment GmbH, sondern rein privater Natur)

Dienstag, 27. September 2011

Optimieren Sie Ihr Prozessmanagement

Lesen Sie die neusten Artikel, Whitepaper und Präsentationen zum Thema Prozessmanagement.
z.B.:

Höchste Zeit für Change Management
In einer Welt immer schnelleren Wandels ist eine professionelle Umsetzung der Veränderungsprozesse in allen Teilen des Unternehmens unter Einbezug aller Mitarbeiter unumgänglich. Das Management eines Unternehmens weiß in der Regel, und das ist der Idealzustand, wohin das Unternehmen steuern soll und wie das Umfeld aussieht, in dem es agiert.
Debashis Sarkar, Thought Leader and Author of ‘Lean for Service Organizations and Offices’ ‘5S for Service Organizations and Offices’, ‘Lessons in Six Sigma’ and ‘Quality in Business’, and also the driving force behind catalyzing quality improvements in ICICI Bank across its business units, joins Six Sigma IQ to discuss building an Improvement Cultures.
UniCredit leverages 262 compliance as an opportunity for process optimization
UniCredit Group is conducting a worldwide compliance project based on law 262, the Italian equivalent of SOX. The project aims to meet the regulatory requirements for 262 certification thereby minimizing operational risks. This implies demonstrating the adequacy of the company’s administrative and accounting procedures. Moreover, the company must show that effective controls for these procedures are implemented.

Mittwoch, 7. September 2011

Höchste Zeit für Change Management


Probleme sind nur menschlich 

In einer Welt immer schnelleren Wandels ist eine professionelle Umsetzung der Veränderungsprozesse in allen Teilen des Unternehmens unter Einbezug aller Mitarbeiter unumgänglich. Das Management eines Unternehmens weiß in der Regel, und das ist der Idealzustand, wohin das Unternehmen steuern soll und wie das Umfeld aussieht, in dem es agiert. Eine neue Ausrichtung wird auf der Grundlage dieses Wissens erarbeitet. Aber nur wenn es auch wirklich gelingt, diese neue Sichtweise mit allen Mitarbeitern zu teilen, wird eine schnelle, reibungslose und letztendlich erfolgreiche Umsetzung neuer Konzepte möglich. Es kommt darauf an, einen Lernprozess zu entwickeln, in dem alle Mitarbeiter den Wandel verstehen lernen und in dem eine Dialogkultur zwischen Management und Mitarbeitern entsteht.

Der Weg ist mehr als das Ziel

Der Prozess des ChangeManagement beeinflusst das Unternehmen und die ihm wirkenden Personen in seiner Gesamtheit. Durch das Change Management wird eine Veränderung bewirkt in allen Dingen, die die Organisation unternimmt und wie sie ihre Aktivitäten gestaltet. Außerdem geht es selbstverständlich auch um die Kommunikation und Information der einzelnen Teilbereiche in der Organisation untereinander. Das macht die eigentliche Komplexität und das Ausmaß des Change Managements deutlich: Im Prozess kommt eine hohe Bedeutung dem Human Capital Management zu. Denn Change in einer Organisation benötigt immer Menschen auf den verschiedenen Ebenen: Zur Zielentwicklung, zur Definition des Mangels oder des Bedürfnisses nach Veränderung, zur Entwicklung neuer Lösungen und letzten Endes zur Umsetzung der entwickelten Lösung. Diese wesentlichen Schritte im Change Prozess können nicht durch Technik ersetzt werden. Change Management wird natürlich die Art und Weise beeinflussen, wie Technik, also Maschinen, Anlagen und insbesondere IT, zukünftig im Unternehmen eingesetzt werden. Zwar kann eine Fehlleitung von technischen Ressourcen durch neuen Input wieder aufgefangen werden. Aber die Demotivation von Mitarbeitern infolge ungenügender Einbeziehung in der Change Prozess kann hingegen nicht oder nur unter großem Aufwand repariert werden. 

 
Menschlich nur allzu menschlich

Auf dem Weg zum erfolgreichen Change Management, müssen einige Hindernisse überwunden werden, die nur allzu menschlich sind. Das fängt mit der subjektiven Wahrnehmung des Einzelnen an. Denn jeder sieht, was er erwartet, dass er es sehen wird. Und so wird es schwierig, Probleme wirklich zu lokalisieren und zu analysieren. Probleme werden oft zu einseitig und nur unter einem bestimmten Aspekt betrachtet, da es schlichtweg an der Fähigkeit mangelt, ein Problem von mehreren Seiten zu betrachten.

Die Informationssättigung führt zu Schwierigkeiten, relevante Daten von verfügbaren Daten abzugrenzen. Im nächsten Schritt stellt sich die Frage, ob alles an wesentlichen Informationen auch wirklich genutzt wird. Die Wahrnehmungsprobleme wirken sich im Change Management vor allem bei der Analyse der eigenen Situation, des Unternehmens, des spezifischen Problems innerhalb der Organisation, und bei der Findung sowie Evaluation von Lösungen negativ aus. Dies kann einer falschen Standortbestimmung und zur Entwicklung einer suboptimalen Lösung führen, die mit dem Kern des eigentlichen Problems nur am Rande zu tun haben. Ergebnis ist eine Verschwendung beziehungsweise ein fehlgeleiteter Einsatz von finanziellen, personellen und zeitlichen Ressourcen.

Des Weiteren sind menschliche Emotionen oftmals ein Hindernis. Da wäre zum Beispiel schlichtweg die Angst, einen Fehler zu machen beziehungsweise zu versagen. Dies führt zudem meist zu der Unfähigkeit, zweideutige Informationen zu verarbeiten und zu akzeptieren. Dabei ist das Alltag: Die Lösung komplexer Probleme ist ein schwieriger Prozess, in dem Informationen auch unvollständig sein können. Teilweise werden in dem Prozess dabei aber schon Aufträge verteilt, die dazu führen, dass vielversprechende Ideen nicht mehr wahrgenommen werden. Ein weiteres Risiko ist die menschliche Vorliebe, Ideen zu bewerten anstatt neue zu generieren: Die zu frühe Bewertung von Ideen und Vorschlägen führt zu einer zu frühen Ablehnung von kreativen Ideen. Eine früh geäußerte Idee basiert oft auf unzureichenden Daten und kann daher leicht abgewiesen werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Finden von Gründen zur Ablehnung einer Idee einfach ist als das Finden von Gründen, eine neue Idee zu akzeptieren. So werden Ideen oftmals im Keim erstickt, Neues wird verhindert. Ähnliches bewirkt künstlicher Zeitdruck, weil angeblich eine Notwendigkeit zur schnellstmöglichen Lösung besteht. Auf Kosten durchdachter Qualität.

Emotionale Behinderungen stellen ein Problem im Change Management Prozess dar, da sie sich ungünstig auf die Generierung neuer Ideen und Lösungsansätze auswirken. Dabei erfordert gerade die Grundfrage der Veränderung „Tun wir die richtigen Dinge?“ eine offene und kompromissbereite Herangehensweise an neue – teilweise auch ungewöhnliche – Denkansätze. Um den Erfolg des Change Management im Bereich der Lösungsentwicklung zu gewährleisten, ist das klassische Brainstorming erforderlich.
Andere Behinderungen erfolgreichen Change Managements haben kulturellen Hintergrund.

Wie wir alle wissen, sind Kinder sind kreativer als Erwachsene. Hintergrund könnte sein, dass unsere  Kultur einen hohen Wert auf zielgerichtete Denkweisen legt und so Gedankenspiele und Fantasie quasi abtrainiert werden. Auch magelt es oftmals an Humor. Humor hat keinen Platz in dem Prozess der Lösungsfindung, dabei ist dieser stark mit der Erzeugung von Kreativität und Gedankensprüngen verbunden. 

Entsprechend wird oft angenommen, dass Gründe, Logik und Zahlen gut sind; Intuition und Freude hingegen aber schlecht. Im persönlichen Bereich werden hingegen trotzdem viele bedeutende Entscheidungen auf Basis von Intuition und Freude getätigt  wie zum Beispiel die Auswahl des Lebenspartners.

Höchste Zeit für Change Management
Lesen Sie mehr zu:

-- Das haben wir schon immer so gemacht
-- Der Ton macht die Musik

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Möchten Sie mehr über Change- und Prozessmanagement speziell für Banken und Versicherungen erfahren?
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 http://bit.ly/prozessmanagement

Dienstag, 5. Juli 2011

Was kann Enterprise Architecture Management (EAM) für IT und Business leisten?




Umsetzung EAMWalter Svoboda, Geschäftsführer und zuständig für die Projektentwicklung bei der Wüstenrot Datenservice GmbH, spricht mit IQPC über die Vorteile des EAM, und was für die erfolgreiche Umsetzung notwendig ist. 

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Dienstag, 28. Juni 2011

Mit Schnelligkeit zum Projekterfolg


Wer in der Finanzwirtschaft die Konkurrenz überflügeln will, braucht besondere Qualitäten. 

Hierzu zählen in Zeiten der Kostenreduzierung, der Standarisierung und der Optimierung der Geschäftsabläufe insbesondere auch Schnelligkeit und Flexibilität bei der Erneuerung der Kernbank-IT. Viele der derzeit noch im Einsatz befindlichen Systeme sind zu komplex und damit wenig effizient. Eine Modernisierung bis hin zum kompletten Austausch des Kernbankensystems ist zwingend erforderlich.
| Frank Thiele |

Um die Leistungsfähigkeit der IT-Systeme zu verbessern, haben Finanzdienstleiter in der Vergangenheit zwar durchaus Outsourcing- oder Kooperationsinitiativen forciert, viel zu selten wurde jedoch der Weg einer umfassenden Erneuerung der Kernbanksysteme beschritten. Und das, obwohl sich eine bankbetriebliche Optimierung mit selbst entwickelten IT-Anwendungen nicht erreichen lässt. Die bestehenden Kernbanksysteme sind oftmals über Jahrzehnte im Einsatz. Einst Differenzierungsmerkmal und Wettbewerbsvorteil, stellen die gealterten Systeme heute ein potenzielles Risiko dar – denn das für Betrieb
und Weiterentwicklung benötigte IT-Skillset verschwindet zunehmend vom Markt.

Finanzinstitute erleben eine erhebliche Zunahme regulatorischer Anforderungen (SOX, Basel II, MiFiD, SolvV etc.). Damit Banken ihre gesetzlichen Berichtspflichten umfassend, effizient und einheitlich erfüllen können, müssen ihre IT-Systeme entsprechend integriert sein. Die Komplexität bestehender Architekturen wird somit weiter erhöht.

Das alte Entwicklungsmodell hat hier operative Silos geschaffen. Die resultierende Komplexität führt zu enormen Betriebskosten, so dass ein erheblicher Teil der IT-Budgets nicht für die strategische Weiterentwicklung zur Verfügung steht. Die geringe Flexibilität der Systeme führt zusätzlich zu deutlichen Nachteilen im Time to Market: Eine schnelle Reaktion auf Kundenbedürfnisse ist damit nicht möglich. Gleichzeitig erfordert State-of-the-Art-Technologie massive Investments in Kompetenzen, die eher zu großen Softwareentwicklungsfirmen als zu Banken passen.

Entsprechend sind viele Häuser jahrzehntelang der vollständigen Erneuerung ihres Kernbanksystems aus dem Weg gegangen und haben in kurzfristige Lösungen oder hausgemachte Provisorien investiert. Eine wachsende Anzahl von Banken hat mittlerweile erkannt, dass sich der Erhalt dieser tradierten IT-Systeme unter Aufwands- und Risikogesichtspunkten nicht mehr lohnt. Viele Banken glauben, dass der Ersatz ihres Kernbanksystems ihnen maßgebliche Wettbewerbsvorteile verschaffen wird.

Umfassende Erneuerung der Altsysteme

Viele Banken betrachten die Weiterentwicklung ihrer selbst entwickelten Kernbanksysteme mittlerweile als eine Sackgasse. Danach befragt, ob sie umfassende Erneuerungen der Applikationslandschaft planten, antworteten daher drei Viertel, dass sie solche Initiativen unter Berücksichtigung von Standardlösungen planen oder bereits durchführen. 

Die teilweise Erneuerung bestehender Kernbanksysteme führt jedoch zu keiner nachhaltigen Situationsverbesserung. Die Nachteile von Eigenentwicklungen bleiben prinzipiell bestehen und verschwinden im Rahmen eines vorübergehenden Verjüngungseffekts nur scheinbar – ein wirklicher Fortschritt wird nicht erreicht: Unveränderte Komplexität: Wegen der zahlreichen Schnittstellen und Datenmodelle kann die Komplexität nicht reduziert werden – die Kostensituation bleibt unverändert.
 
Neue Silos: Da in eine Eigenentwicklung nur eigenes Wissen einfließt, besteht das Risiko, ein neues nur größeres Silo zu bauen. Begrenzte Perspektive: Eigenentwicklungen sind meist auf den Heimatmarkt fokussiert. Skaleneffekte aus länderübergreifendem Einsatz bleiben ungenutzt.

Kritische Masse: IT- und bankspezifisches Know-how wird weiter benötigt, so dass Einsparpotenziale
nicht vollständig realisiert werden, oder es fehlt intern die notwendige Expertise. Standardpakete bilden strategische IT-Plattform für Erneuerung Die Kernbanksysteme haben sich bewährt und sind zu erprobten Suiten gereift, die alle Kernbankfunktionen vollständig abdecken. Entsprechend setzen Tier-1-Banken wie Barclays, BNP Paribas, Citigroup bei der Erneuerung zunehmend auf Standardlösungen.

Der Markt wird von potenten Lieferanten dominiert: Forrester Research identifiziert fünf Anbieter (SAP, Fiserv, i-flex = Oracle Financial Services, Infosys und Temenos), deren Produkte sich bei Reifegrad und Funktionsumfang deutlich von den Wettbewerbern absetzen. Risiken können damit einfacher transferiert werden. Insbesondere deutschen Privatbanken bieten sich hier erstmals Möglichkeiten, im Technologieplattformbereich transaktionsabhängige Kostenmodelle zu realisieren und die Kostenvorteile der
Sparkassen und Genossenschaften anzugreifen:

Kompetenz und Perspektive: Die etablierten Anbieter besitzen gewachsene, umfassende Branchen-,
Produkt- und IT-Kompetenz und verfügen über enorme Entwicklungsressourcen. 

Verlässlichkeit: Alle Anbieter sind wirtschaftlich erfolgreich und bringen damit die finanzielle Basis für eine langjährige Partnerschaft mit. Strategische Plattform: Standardlösungen sind als strategische Plattform für den globalen Einsatz geeignet. Sie unterstützen Banken bei grenzüberschreitender Tätigkeit und ermöglichen die Ausnutzung von Skaleneffekten. Konvergierende Anforderungen: Die internationale Konvergenz regulatorischer Anforderungen macht länderspezifische Eigenentwicklungen zunehmend überflüssig. Der europäische Markt trägt durch die Harmonisierung von Bankprodukten und -services ebenfalls massiv dazu bei.

Lesen Sie mehr: Kernbank IT
Wer in der Finanzwirtschaft die Konkurrenz überflügeln will, braucht besondere Qualitäten. Hierzu zählen in Zeiten der Kostenreduzierung, der Standarisierung und der Optimierung der Geschäftsabläufe insbesondere auch Schnelligkeit und Flexibilität bei der Erneuerung der Kernbank IT.

Donnerstag, 16. Juni 2011

OGAW IV: BaFin äußert sich zu Inkrafttreten


Die Aufsicht hat den deutschen Fondsgesellschaften eine Schonfrist bei der Umsetzung neuer Verordnungen und Gesetze eingeräumt. In einem Schreiben vom 9. Juni führt sie aus, dass die Anpassung von Systemen und Prozessen aufgrund geänderter regulatorischer Anforderungen bei der Administration von Fonds eines „gewissen Vorlaufs“ bedürfe. Da einige Regularien, deren Auswirkungen aktuell in zahlreichen Projekten analysiert und umgesetzt werden, noch nicht verkündet sind aber zum 01. Juli diesen Jahres in Kraft treten, wird den Markteilnehmern eine Übergangszeit bis zum Jahresende eingeräumt. Dies bedeutet, dass die Aufsichtsbehörde „mit dem Gebot der  Verhältnismäßigkeit davon absehen (wird), bis zum 31.12.2011 aufsichtsrechtliche Maßnahmen gegen solche Gesellschaften einzuleiten, die ihre Prozesse noch nicht an die ab dem 01. Juli 2011 geltenden Regelungen angepasst haben.“ Folgende Regelwerke, auf die diese Ausnahme Anwendung findet, sind aufgeführt: 

  • OGAW IV Umsetzungsgesetz
  • Investment Verhaltens- und Organisationsverordnung (InvVerOV)
  • Geänderte Derivateverordnung
  • Investment-Schlichtungsstellenverordnung (InvSchlichtV)
  • Voraussichtlich: Anteilwertfehler- und Anlagegrenzverletzungsverordnung (AntAnlVerlV) 

Die Abschlussprüfer sind davon unabhängig weiterhin gefordert, in ihrem Bericht für das Jahr 2011 den Stand der Umsetzungen in den jeweiligen Häusern darzulegen. 

Auch wenn diese Einordnung durch die BaFin zunächst an die KAGen gerichtet ist, sind davon auch aktuelle Maßnahmen der Depotbanken betroffen, die beispielsweise zur Anlagegrenzprüfung die Berechnung der Auslastungen für Kontrahenten- und Emittentenrisiken den Änderungen aus der Derivateverordnung anpassen müssen.  
 

Dienstag, 31. Mai 2011

Reduziert Outsourcing bei Banken die IT-Sicherheit?

von Artur P. Schmidt

- Sicherheitslücken aller Orten
Die unmittelbare Verantwortung für den sicheren Einsatz der EDV, für den früher in erster Linie sogenannte Service-Rechenzentren (vor allem im Genossenschaftsbereich) zuständig waren, wurde in den 90 er Jahren zunehmend in die Primärbanken hinein verlagert. Die Anpassung der EDV-Landschaften in den Banken an neue Technologien war notwendig, um den Anforderungen eines sich rasant entwickelnden Marktes der Informationstechnologie nachzukommen und somit langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Durch Fusionen, Kostensenkungsdruck und Fokussierung auf Kernkompetenzen kehrt sich dieser Verlagerungstrend jedoch teilweise wieder um und es werden immer mehr Sicherheitsdienstleistungen outgesourct. Der Trend zum Outsourcing führt in Kombination mit der exponentielle Zunahme der Angriffe von Cyberkriminellen allerdings auch zu immer mehr Sicherheitslücken in den Netzwerken der Banken. Durch den Einsatz neuer IT-Technologien, insbesondere durch den zunehmenden Einsatz von Personalcomputern und deren Vernetzung, haben sich für die Banken neue Aufgaben ergeben wie z.B. das Home-Banking, der Webauftritt der Bank, der Zugang zum Internet für die Mitarbeiter oder der E-Mail-Verkehr über das Internet. Gleichzeitig sind die Risiken durch externe Hackerangriffe mit Trojanischen Pferden, den allzu sorglosen Umgang von Bankangestellten mit ihren persönlichen Kennwörtern oder die bewusste Datenmanipulation durch Angestellte eines ausgegliederten Rechenzentrums erheblich gestiegen.

- Frühwarnsysteme verbessern
Tip: Kostenlose Artikel und Präsentationen zum Thema Banken Kernbank IT und Sicherheit - klicken Sie hier
Es gilt im Rahmen der IT-Sicherheit der Unversehrtheit der Daten, der Vertraulichkeit der Daten, der Verfügbarkeit der Daten, der Authentizität der beteiligten Datentransferpartner und der Verbindlichkeit des Datenaustausches höchste Priorität einzuräumen. Wenn immer mehr "Netzwerke und Großrechner von Externen betreut werden, müssen mögliche Risiken frühzeitig erkannt und Sicherheitsstandards schneller als heute den Bedrohungspotentialen angepasst werden. Immer mehr Banken sourcen heute ihre IT-Abteilungen in Tochterfirmen aus, die zu allem Überfluss auch noch unter erheblichem Kostendruck stehen. Leider hat die
IT-Sicherheit im Führungs-Cockpit des Top-Managements keine Anzeigeinstrumente, weshalb die Risiken von Bank-Managern erst viel zu spät erkannt werden. So konnte vor kurzem eine große Retail-Bank wegen eines Systemausfalls für mehr als drei Stunden auf kein einziges Kundenkonto zugreifen. Zieht sich eine Lösung mehrere Tage hin, kann dies zu einem hohen Schaden bei den Kunden führen, die dann auch sehr schnell grössere Schadensersatzforderungen geltend machen können.

- Der Kostensenkungsdruck nimmt zu
Eine branchenunabhängige Umfrage der Meta-Group hat ergeben, dass in über 60% der Fälle das Outsourcing zu Einsparungen von über 10% der IT-Kosten führt. Neben den Kostenaspekten spielen jedoch vor allem Sicherheitsaspekte und die Verfügbarkeit der IT-Systeme eine besondere Rolle. Viele kleinere Banken stossen, vor allem durch die immer kürzer werdenden Innovationszkylen, an ihre finanziellen Grenzen, so dass diese an der Nutzung von professionell ausgerüsteten Housing- oder Hosting-Anbietern nicht vorbeikommen. Allerdings werden diese Massnahmen erst dann ergriffen, wenn ein Schadensereignis diese Notwendigkeit offenbart. Die EBK macht den Finanzinstituten mittlerweile nicht ohne Grund die Auflage, dass diese einen Business Continuity Plan erstellen, welcher zusammen mit den Schutzmassnahmen im Bereich der IT durch externe Controller periodisch zu beurteilen ist. Mittlerweile sind einige Banken dazu übergegangen für kleinere Banken Insourcing anzubieten, wie der renommierte schweizerische IT-Experte Walter Altherr betont: „Es gibt einige Banken, welche sich als Insourcer von IT-Dienstleistungen - oder als sogenannte Transaktionsbanken - im Markt positionieren. Es sind dies heute vor allem die Grossbanken, wie die UBS mit ihrer „Bank for Banks“-Dienstleistung, Märki Baumann & Co, Bank Wegelin, State Street und in etwas weiterer Zukunft wohl dann auch einmal die Bank Vontobel..“

Lesen Sie mehr zu:
  • - Verantwortung kann nicht delegiert werden
  • - Risiko lässt nicht nicht outsourcen
  • - Ein billiger Anbieter kann die teuerste Lösung sein
  • - IT-Risikomanagement ist eine Kernaufgabe
  • - Outsourcing richtig begreifen
  • - Fazit: Auf hohe Verfügbarkeit achten

Laden Sie hier den kompletten Artikel kostenlos herunter: Core Banking - Management der Kernbank IT

(c) Dr.-Ing. Artur P. Schmidt ist Publizist und Herausgeber des Wissensnavigators: http://www.wissensnavigator.com

Donnerstag, 26. Mai 2011

Core Banking - Management der Kernbank IT

 
Berlin, 26.05.2011, Banken müssen ihre IT konsolidieren. Durch die Standardisierung der IT Infrastruktur und der Anwendungen können Banken allein in der IT rund 30 bis 35 Prozent der Kosten sparen, die Qualität steigern und den Kundenservice verbessern. Auf der Konferenz Core Banking - Management der Kernbank IT vom 6. - 8. September 2011, in Darmstadt, kommen Fachexperten zusammen, um sich zu den wichtigsten Themen der Branche auszutauschen.

Hauptthemen des ersten Konferenztages am 7. September sind die regulatorischen Anforderungen und ihre Implikationen für die IT-Komplexität sowie Strategien im Core Banking. Am 8. September stehen Kostenrelevanz in der Bank-IT, Enterprise Architecture Management (ERM) im Rahmen von IT-Komplexitätsmanagement und IT-Business-Alignment: Voraussetzung und Grundlage eines effizienten Kernbank-Systems im Mittelpunkt.

Sicherheitsanforderungen an die heutige Kernbank IT, um neuen Technologien, u.a. mobile banking und online banking, zu begegnen und das Outsourcing wesentlicher Prozesse werden ebenfalls diskutiert, sowie die Evaluierung neuer Kernbanklösungen im Rahmen der Geschäftsprozesse.

Teilnehmer erhalten Praxisberichte über den Wechsel hin zu einem neuen Kernbanksystem, um den Auswahl- und Entscheidungsprozess zu optimieren und Erfahrungen aus erster Hand zur Evaluierung neuer Kernbanklösungen.

Weitere Informationen und das ausführliche Konferenzprogramm finden Sie auf
www.core-banking-it.de


Montag, 16. Mai 2011

“Range of Practice“ zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit bei deutschen Kreditinstituten

Einführung / Stichprobenauswahl

Im Auftrag der BaFin führte die Deutsche Bundesbank Mitte 2009 zunächst eine Umfrage bei 50 Instituten durch. Ziel der Umfrage war es – neben der aufsichtlichen Beurteilung der Risikotragfähigkeit im Einzelfall –, einen aktuellen Überblick über die im Einsatz befindlichen Risikotragfähigkeitskonzepte zu erlangen. Aufgrund der den Instituten im Rahmen der Säule 2 eingeräumten Methodenfreiheit zeigte sich ein breites Spektrum im Einsatz befindlicher Risikomessverfahren und Methoden zur Ableitung des Risikodeckungspotenzials. Zur Verbesserung der aufsichtlichen Datenbasis und um statistisch valide Aussagen treffen zu können, wurde die Umfrage in einem zweiten Schritt um 100 Institute erweitert. Diese „zweite Welle“ der Untersuchung startete Ende des Jahres 2009 und wurde im Frühjahr 2010 beendet. 
Tip: kostenlose Whitepaper, Artikel und Präsentationen zum Thema Risiko- und Banksteuerung, hier klicken.
Im Rahmen der beiden durchgeführten Umfragen zur Risikotragfähigkeit wurden zahlreiche Detailinformationen zum jeweiligen Risikotragfähigkeitskonzept erhoben1, die im Folgenden einer eingehenden Analyse unterzogen werden. Die gewählte Stichprobe ist hinsichtlich der Auswahl nach Bankengruppen weitgehend repräsentativ. Dies gilt jedoch nicht hinsichtlich der Kriterien Systemrelevanz und Qualität des Instituts, da zu einem großen Teil Banken mit einer Risikoklassifizierung im unteren Bereich (C und D) betrachtet wurden. Gleichwohl bietet die Stichprobe einen guten Überblick über die Bandbreite der in der Praxis eingesetzten Verfahren. Nachfolgend wurde für die einbezogenen Institute eine Risikomatrix erstellt, welche die Auswahl verdeutlichen soll.


Die folgende Grafik soll verdeutlichen, dass die Umfrage alle Bankengruppen umfasst, wobei Kreditbanken und Spezialinstitute über- und Genossenschaftsbanken unterrepräsentiert sind.

Die folgende Analyse der einzelnen Teilbereiche von Risikotragfähigkeitskonzepten ist eine reine Darstellung der beobachteten Institutspraxis. Dem Charakter eines „Range of Practice“-Papiers entsprechend wird keine aufsichtliche Bewertung vorgenommen. Aufgrund der Stichprobenauswahl handelt es sich insbesondere nicht um eine Darstellung der „Best-Practice“. Vielmehr muss aufgrund der überdurchschnittlich vielen Institute in der Umfrage mit einer Klassifizierung von C oder D eher von einer gewissen Verzerrung ins Negative ausgegangen werden.

Die Darstellung einzelner Aspekte oder ganzer Konzepte im Rahmen dieses Range of Practice-Papiers bietet in keiner Weise eine Garantie für deren aufsichtliche Akzeptanz im Rahmen des aufsichtlichen Überprüfungsprozesses der Säule 2 (MaRisk). Dies gilt insbesondere für die Messung von Adressenausfallrisiken nur in Form des Expected Loss (oder durchschnittliche EWB-Bildung), für die Bestimmung von Diversifikationseffekten auf Basis von Benchmarkstudien und den Einsatz von Kreditportfoliomodellen ohne eine institutsindividuelle Parametrisierung.
Das Range of Practice-Papier hat vielmehr den Zweck, das Spektrum beobachtbarer Konzepte darzustellen und die Institute zu einer kritischen Reflexion ihrer eigenen Konzepte vor dem Hintergrund der am Markt beobachtbaren anzuregen.
Lesen Sie mehr:
  • I Steuerungsverfahren
  • II Risikodeckungspotenzial
  • III Einbezogene Risiken
  • IV Verwendete Risikomaße
  • V Diversifikation
  • VI Ausgestaltung von Stresstests

Laden Sie sich den 30-seitgen Artikel kostenlos hier herunter: Risiko- und wertorientierte Banksteuerung

Dienstag, 26. April 2011

USA verbaseln BASEL III

Seit Januar 2007 gelten die im Rahmen von Basel II vereinbarten Vorgaben zur Eigenkapitalausstattung für Banken in Europa. Bereits an Basel II haben die USA anhang der Gestaltung der Rahmenbedingungen aktiv mitgewirkt, allerdings umgesetzt wurden diese dort nie. Dasselbe droht jetzt auch Basel III.

Es konnte gar nicht schnell genug gehen, die Eigenkapitalvorschriften für Banken rund um den Globus zu verschärfen, hatte doch die Krise gezeigt, dass die Höhe des Eigenkapitals durchaus eine Auswirkung auf die Stabilität einer Bank innerhalb der Krise hatte. Und so wurde aus Basel II die Nummer III, welche zwischen 2013 und 2018 durch nationale Verordnungen umgesetzt werden sollte.

Die Finanz- und Bankenkrise ist – so mahnt auch jüngst der IWF – längst nicht überstanden, für viele Protagonisten ist jedoch schon ein Menge Gras über Subprimes und faule Kredite gewachsen. Aktuell gute wirtschaftliche Prognosen helfen das Böse der Vergangenheit zu vergessen und zu verdrängen. Und so mehren sich die Widerstände im US-Kongress Basel III im eigene Land umzusetzen, zumal die dort mit Mehrheit vertretenden Republikaner eh gegen eine schärferer Regulierung sind. Weiterer Hemmschuh bei der Umsetzung von Basel III in den USA, liegt in der Umsetzung des Dodd-Frank-Gesetzes, welches den Banken über 200 Regeln zur Umsetzung vorschreibt. Einige dieser Regel sind jedoch genau Gegenteilig zu den Regeln von Basel III anzuwenden.

Wenn es sich bewahrheitet, was viele Experten befürchten, dann waren die USA gerne Initiator und Exporteuer der Subprime-Krise in die ganze Welt. Waren auch gerne Gast in Basel, um der Restwelt Ihre Ansichten zur Regulierung von Banken in die Bücher zu schreiben. Aber wenn globale Ideen ernst werden, wird in den USA gerne gekniffen.

(c) Bankingclub


MÖCHTEN SIE MEHR ÜBER DIESES THEMA ERFAHREN?

BASEL III ist unter anderen Thema auf der Konferenz:
Risiko- und wertorientierte Banksteuerung 
vom 05 - 07 September 2011 im Hilton in Mainz